Private Arbeitslosenversicherung abschließen ─ so funktionierts

Eine private Arbeitslosenversicherung abschließenDer Abschluss des passenden Versicherungstarifs stellt Bundesbürger immer vor eine große Herausforderung. Nicht nur die Analyse verschiedener Tarife und Anbieter ist für sie wichtig, um zu einem angemessenen Vertrag zu gelangen. Auch Formalitäten werden in vielen Fällen gefürchtet, die allerdings einer zusätzlichen Absicherung des Risikos Arbeitslosigkeit nicht im Weg stehen sollten.

In einer Zeit, in dem sich viele Erwerbstätige nicht mehr sicher sein können, noch in einigen Jahren ihrer Arbeit in gewohnter Weise nachzugehen, sollten die richtigen Schritt rechtzeitig unternommen werden, um schon bald von einer zusätzlichen Finanzierung des Lebensstandards auch in Phasen der Arbeitslosigkeit verlassen zu können. Die folgenden Schritte zeigen auf, wie der Abschluss einer privaten Arbeitslosenversicherung richtig funktioniert.

Erster Schritt: Festlegen des individuellen Leistungsspektrums

Die meisten Versicherungen sichern ihren Kunden die Schließung der Versorgungslücke im Falle der Arbeitslosigkeit zu. Dies bedeutet, die private Leistung des Vertrags stellt eine Ergänzung des gesetzlichen Arbeitslosengeldes dar, das in der ersten Phase der Arbeitslosigkeit 60 % des letzten Nettolohns erreicht. Bei der Tarifierung kann vielfach von dieser kompletten Schließung der Versorgungslücke abgewichen und stattdessen eine feste, monatliche Leistung gewählt werden. Vor dem Abschluss einer privaten Arbeitslosenversicherung sollte also überlegt werden, welcher Modus der eigenen Person eher entspricht und dementsprechend als Option im Vertrag gewählt werden sollte. Die Entscheidung kann dabei durch den eigenen Lebensstandard und die hiermit verbundenen Kosten ebenso beeinflusst werden wie durch die Beitragshöhe, die sich aus den verschieden Optionen ergeben. Grundsätzlich sollte allerdings gelten, dass erst eine ideale Leistungshöhe festzulegen ist, an deren Höhe sich später die optimale Beitragshöhe ausrichten lässt.

Zweiter Schritt: Vertragsbedingungen genauer prüfen

Bei der privaten Arbeitslosenversicherung haben sich einige Standards in der Tarifierung etabliert. Beispielsweise hat der Versicherte eine Wartezeit einzuhalten, die bei den meisten Gesellschaften zwei Jahre beträgt und somit keine Leistungen in den ersten 24 Monaten nach Versicherungsbeginn auszahlt. Zudem ist eine Einschränkung der Leistungen auf unbefristete Arbeitsverhältnisse üblich, so dass der Schutz der Versicherung nicht für jede Art von beruflicher Tätigkeit gewährt wird. Auch die Berufsgruppe kann in die Tarifart einspielen, gerade Selbstständige und Freiberufler werden von Versicherungen häufig anders behandelt als ein klassischer Angestellter. All diese genannten Bedingungen sind zwar als Standard anzusehen, können je nach privater Arbeitslosenversicherung und ihrem Anbieter jedoch abweichen und den potenziellen Versicherungsnehmer dabei besser oder schlechter stellen. Wer bereits mit der Leistungshöhe eines bestimmten Vertrags einverstanden ist, sollte in Ruhe die Versicherungsbedingungen überprüfen, ob sich diese in allen Vertragspunkten an den individuellen Vorstellungen orientieren. Hierbei sollte allerdings klar sein, dass sich eine Wartezeit nicht gänzlich vermeiden lässt und andere Einschränkungen branchenübergreifend üblich sind. Lediglich sind Vertragsoptionen zu vermeiden, die den Versicherungsnehmer über Gebühr schlechter stellen.

Dritter Schritt: Die monatlichen Beiträge optimieren

Entspricht ein Versicherungstarif in seiner Leistung und den Vertragsbedingungen den eigenen Vorstellungen, geht es im letzten Schritt um die Kosten. Hierbei lohnt es sich, verschiedene Tarife zu vergleichen und den preisgünstigsten auszuwählen, wobei diese Analyse im Zeitalter des Internets online besonders leicht gelingt. Wurde hierdurch die individuelle beste Arbeitslosenversicherung ermittelt, ist die Kontaktaufnahme zur entsprechenden Versicherung abschließend vorzunehmen. Natürlich lassen sich hier in einem direkten Gespräch noch eventuelle Unklarheiten beseitigen, die bezüglich des Tarifs oder individueller Besonderheiten bestehen.